Türkei-Wahl: Erdogan erhält absolute Mehrheit
Erdogan ist der große Gewinner der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei. Mit dem Wahlergebnis kann er seine Machtbefugnisse weiter ausbauen.
Erdogan ist der große Gewinner der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei. Mit dem Wahlergebnis kann er seine Machtbefugnisse weiter ausbauen.
In einer Wahlkampf rede wetterte Erdogan gegen Österreich und Bundeskanzler Kurz. Die von der österreichischen Regierung angeordneten Moschee-Schließungen könnten zu einem Krieg zwischen Muslimen und Christen führen, warnte der türkische Präsident.
Ab dem heutigen Donnerstag bis einschließlich 19. Juni sind etwa 100.000 Auslandstürken in Österreich aufgerufen, bei den drei Generalkonsulaten in Wien, Salzburg und Bregenz ihre Stimme für die vorgezogene Wahl in der Türkei am 24. Juni abzugeben. Gerade in Österreich gilt die türkische Community vermehrt als AKP-treu.
Erdogan bezeichnete Bundeskanzler Kurz als „unmoralisch“. FPÖ-Klubobmann Gudenus ortet fehlenden Integrationswillen bei Türken in Österreich.
Die türkische Regierung unter Erdogan plant durch die Gründung von Sonntagsschulen ihren Einfluss auf türkischstämmige Schüler in der Schweiz zu erweitern. Auch in Österreich sorgen mutmaßlich AKP-nahe Einrichtungen für Kinder und Jugendlicher immer wieder für Aufregung.
Die türkisch-nationalistischen Grauen Wölfe beeinflussen Kinder nicht nur in Moscheevereinen – auch beim Kampfsport sind sie allgegenwärtig. Das zeigen neue Fotos aus einer Wiener Kampfsportschule, auf welche Die Tagesstimme bei ihrer Recherche gestoßen ist.
Im heutigen Haushaltskontrollausschuss des Europaparlaments präsentierte der Europäische Rechnungshof einen Sonderbericht über die sogenannten Vorbeitrittshilfen für die Türkei. Bis geklärt ist, ob die Türkei weiter als Beitrittskandidat gesehen werden kann, müssen die EU-Hilfen deutlich reduziert werden, erklärt ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt.
Im Streit um mögliche Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Österreich hat die FPÖ auf die Drohungen des türkischen Präsidenten Erdogan reagiert. „Wir wollen weder türkische Wahlshows in Österreich, noch die Türkei weiter als Beitrittskandidaten für die Europäische Union“, betonte FPÖ-Generalsekretär Vilimsky.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat politische Gegner, die sich im Kosovo befanden, durch seine Sicherheitskräfte festnehmen und in die Türkei bringen lassen. Damit nimmt die Bereitschaft der Türkei, mutmaßliche Mitglieder der Gülen-Bewegung auch mit illegalen Mitteln zu bekämpfen, immer weiter zu.
Beim „Marsch der Rückkehr“ an der Grenze des Gaza-Streifens sind 18 Palästinenser getötet und über 1.400 verletzt worden. Israel und die Hamas geben einander Schuld an der Eskalation.